• Rechtsanwältin & Mediatorin Michaela Klose

Familienrecht: Scheidung, Unterhalt, Umgangsrecht, Verfahrenskostenhilfe


Eine Scheidung ganz ohne Anwalt ist nicht möglich. Bei einer einvernehmlichen Scheidung muss nur der Ehepartner anwaltlich vertreten sein, der den Scheidungsantrag stellt, der andere Ehegatte stimmt dann lediglich der Scheidung zu.

Darüber hinaus ist bei einer einvernehmlichen Scheidung der „Gegenstandswert“ geringer.

Es ist daher nicht nur unter dem Gesichtspunkt der persönlichen Zufriedenheit, sondern auch im Hinblick auf die Kosten empfehlenswert, eine einvernehmliche Gesamtlösung über alle im Zusammenhang mit Trennung und Scheidung anfallenden Fragen mit dem Ehepartner zu erzielen. Als Fachanwältin für Familienrecht übernehme ich selbstverständlich auch Ihre Vertretung in streitigen Scheidungen und/oder in anderen Verfahren. Hierfür fallen sämtliche gesetzliche Gebühren an.


Scheidungsvoraussetzungen

Scheidungs­voraussetzungen

Steht der Entschluss fest, die Ehe nicht mehr fortsetzen zu wollen, stellt sich die Frage, unter welchen Voraussetzungen die Ehe geschieden werden kann.

Eine Ehe kann geschieden werden, wenn sie gescheitert ist (§ 1565 BGB). Das Scheitern der Ehe setzt mindestens voraus, dass die Eheleute ein Jahr voneinander getrennt leben.

Das Gesetz verlangt für die „einvernehmliche Scheidung“, dass sich die Eheleute ebenfalls über den Unterhalt nach der Scheidung, über die Ehewohnung und den Hausrat sowie über die elterliche Sorge bei gemeinsamen Kindern sowie des Umgangsrechts geeinigt haben.

In Ausnahmefällen kann eine Ehe vor Ablauf des Trennungsjahres geschieden werden (Härtefall). Dies liegt einer unzumutbare Härte in der Fortsetzung der Ehe zugrunde (z. B. Missbrauch, Gewalt). Nach Ablauf einer dreijährigen Trennung ist die Ehe in jedem Fall zu scheiden.

Versorgungsausgleich

Versorgungs­ausgleich

Im Rahmen des Scheidungsverfahrens hat der Richter auch über den Ausgleich von Versorgungsanwartschaften zu entscheiden. Unter Versorgungsanwartschaften versteht man die während der Ehezeit erwirtschafteten Aussichten auf Altersversorgung oder Aussichten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit. Es werden demnach die auf die Ehezeit entfallenen Anwartschaften beider Eheleute miteinander verglichen.

Von dem Versicherungskonto des Ehepartners, der die höheren Anwartschaften erzielt hat, werden diese auf das Versicherungskonto des Ausgleichsberechtigten übertragen, so dass beide Ehepartner für den Ehezeitanteil gleich hohe Anwartschaften erhalten.

Um das Scheidungsverfahren zu beschleunigen, können Sie den Fragebogen zum Versorgungsausgleich am Ende meiner Seite herunterladen, ausfüllen und mir dann zuschicken.

Kindes- & Ehegattenunterhalt

Kindesunterhalt

Sind gemeinsame minderjährige Kinder vorhanden, schuldet derjenige Unterhalt, der die Kinder nicht betreut. Der Unterhalt wird aufgrund des bereinigten Nettoeinkommens anhand der geltenden „Düsseldorfer Tabelle“ errechnet.


Ehegatten­unterhalt

Während der Trennungszeit kann der bedürftige Ehegatte Unterhalt vom anderen Partner verlangen.

Nach der Scheidung bestehen Unterhaltsansprüche nur unter engeren Voraussetzungen. Es gilt der Grundsatz der Eigenverantwortlichkeit.

Unterhalt nach der Scheidung kann daher nur wegen Kindererziehung, Alter, Krankheit, Arbeitslosigkeit, Aufstockung und Ausbildung verlangt werden. Der Unterhaltsanspruch errechnet sich nach dem Bedarf, der sich aus dem durchschnittlichen Familieneinkommen ergibt.

Die Höhe des geschuldeten Kindes- und Ehegattenunterhaltes ist von vielen Einzelheiten abhängig und sollte daher durch einen Fachmann/-frau errechnet werden.

Elterliche Sorge & Umgangsrecht

Elterliche Sorge

Seit dem 01.07.1998 entscheidet das Gericht nur über die elterliche Sorge, wenn ein Elternteil dies beantragt. Wird kein Antrag gestellt, so bleibt das Sorgerecht beiden Eltern gemeinsam.

Umgangs­recht

Derjenige Elternteil der das Kind bzw. die Kinder nicht betreut hat Anspruch auf regelmäßigen Umgang. Dieses Recht besteht unabhängig von der Frage nach dem Sorgerecht.

Scheidungskosten & Verfahrenskostenhilfe

Scheidungs­kosten

Der Streitwert errechnet sich anhand des dreifachen Nettoeinkommens beider Ehegatten zzgl. des Wertes des Versorgungsausgleichs (Streitwert 1.000,00 €). Zu berücksichtigen sind aber auch sonstige Vermögenswerte, die Anzahl der Kinder und eventuell Kreditraten (außer für selbst genutztes Wohneigentum).

Bei einer einvernehmlichen Scheidung besteht die Möglichkeit den Streitwert um 25 % zu reduzieren. Dies wird von den meisten Gerichten akzeptiert.

Verfahrens­kostenhilfe

Sind die wirtschaftlichen Verhältnisse beengt, besteht die Möglichkeit Verfahrenskostenhilfe zu beantragen. Der Antrag ist bei dem zuständigen Gericht zu stellen. Je nach der Höhe des Einkommens wird Verfahrenskostenhilfe ohne oder mit Ratenzahlung gewährt. Die Verpflichtung zur Ratenzahlung besteht solange bis die Kosten des Verfahrens ausgeglichen sind, längstens jedoch für 48 Monate (unabhängig ob die Verfahrenskosten dann beglichen sind).

Alle aufgeführten Punkte können auch in einem Beratungsgespräch geklärt werden. Eine Erstberatung kostet max. 190,00 € zzgl. Mehrwertsteuer. Durch die Einholung kompetenten Rates können erhebliche Kosten vermieden werden, sofern zwischen den Ehepartnern Einigkeit besteht.


Rechtsanwältin & Mediatorin Michaela Klose

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